Tattooenfernung

Info zur Tattoo – Entfernung

Der Erfolg und die Anzahl der Behandlungen kann vom Behandler im Voraus nur schwer eingeschätzt werden, da dies von folgenden, nicht sichtbaren Faktoren abhängt:

Tattoofarben (Reinheitsgrad und Zusammensetzung)

Am besten zu entfernen sind 100%ige schwarze und rote Tattoofarben. Mit der weißen Linse für schwarze Tattoo’s werden auch andere dunkle Farben (blau, braun) behandelt.
Mit der grünen Linse für rote Tattoo’s werden auch grüne Farben behandelt. Je weiter die verwendete Farbe im Farbspektrum von schwarz oder rot weg ist, desto weniger wird als Ergebnis pro Behandlung erreicht und es werden mehr Behandlungen benötigt.
Es kommt auch vor, dass sich bei einem Tattoo nach 2-3 Behandlungen die Farbe verändert (z.B. aus einem schwarzen Tattoo wird ein leicht rötliches Tattoo). In diesem Fall wurde mit einer Mischfarbe tätowiert und es ist somit schwerer zu entfernen.

Auch bei biologisch nicht abbaubaren Farben oder Farben mit zu hohem Kohlenstoffanteil wird das Ergebnis pro Behandlung nicht so erfolgreich sein.

Anzahl und Dichte des gestochen Tattoo’s

Wurde ein Tattoo sehr eng und mehrmals gestochen, so wird sehr wahrscheinlich nach der Entfernung der Farbe eine leichte Narbe sichtbar. Diese ist beim Tätowieren entstanden, wurde aber zuvor durch die Tatoo-Farbe nicht wahrgenommen. Auch in diesem Fall wird unser Erfolg reduziert, da Narben ein verhärtetes Gewebe sind und den Laserstrahl schwächen. Man benötigt auch in diesem Fall evtl. mehrere Sitzungen als geplant.

Tiefe und Alter des Tattoo’s

Je älter ein Tattoo ist, desto tiefer wächst es in die unteren Hautschichten. Je tiefer tätowiert wurde, umso mehr gefärbte Hautschichten sind vorhanden. Der Laserstrahl verliert bei jeder Haut- und Farbschicht an Leistung - es werden mehrere Behandlungen benötigt.

Beispiel: Ein Tattoo wurde tief gestochen, also eine dicke Farbschicht, die sich in allen Hautschichten befindet.

Bei der ersten Behandlung absorbiert der Laserstrahl die erste Farbschicht stark, die zweite Farbschicht mittel, die dritte schwach und die vierte gar nicht mehr. Das heißt, wir haben nach der ersten Behandlung in der ersten Farbschicht stark, in der zweiten mittel und in der dritten die Farbe leicht abgebaut. Das Ergebnis ist aber nur schlecht zu erkennen, da in den unteren Hautschichten die Farbe noch stark vorhanden ist. Bei der nächsten Behandlung geht der Laserstrahl tiefer, da er durch die farbreduzierten ersten drei Farbschichten nicht mehr so stark gehemmt wird. Das Ergebnis lässt länger auf sich warten, aber es kommt.

Empfindlichkeit der Haut und des Patienten

Ist ein Tattoo an einer empfindlichen Stelle tätowiert oder ist der Patient sehr schmerzempfindlich, kann nur mit einer schwächeren Leistungsstufe behandelt werden. Deshalb benötigt man bei dieser sehr schonenden Methode auch mehrere Sitzungen.

Wir könnten den Laserstrahl verstärken, damit weniger Sitzungen nötig wären, was aber zur Folge hätte, dass evtl. die Zellstruktur der Haut zerstört werden würde. Wund- und Narbenbildung wären vorprogrammiert. Deshalb lieber langsamer und schonender.

Beispiele:

Idealer Fall: - Laientattoo / selber gestochen

  • Schwarze Tinte (biologisch abbaubare Farbe)
  • Einmal und weit gestochen
  • Nur oberflächlich (also nicht tief)

In diesem Fall haben wir in der Regel schon nach 1-3 Behandlungen 100%igen Erfolg ohne Narbenbildung.

Ungünstiger Fall: - Profitattoo sehr eng und mehrmals gestochen

  • grüne und blaue Farben, evtl. keine Lebensmittelfarben
  • sehr alt (35 Jahre) und sehr tief gestochen
  • an einer empfindlichen Stelle

Man wird hier bestimmt 10 Behandlungen und mehr benötigen. Der 100%ige Erfolg wird schwierig sein, es könnten Schatten zurückbleiben.

Lieber Interessent,

wir können Erfolg und Behandlungsdauer am sichersten nach den ersten Behandlungen einschätzen. Aussagen vor der Behandlung sind aus Erfahrungswerten geschätzt, können aber aus den zuvor beschriebenen, nicht absehbaren Gründen nicht garantiert werden.

Tattooentfernung